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Paddeln auf den Fließen rund um Lübbenau

Vier Verleihstationen für rund 200 Kanus, Paddelboote und Paddelkähne gibt es an den Lübbenauer Häfen. Ausgestattet mit Kartenmaterial und guten Tipps kann es losgehen!

Individuelle Ausflüge in die Tiefen des Spreewalds mit dem Paddelboot werden immer beliebter und gefragter. Gerade größere Gruppen sollten vorab reservieren. Anders als Kahnfahrten stellen zumindest die nicht geführten Touren die Urlauber vor echte Herausforderungen, denn die Fließe bilden ein verwirrendes und teils veränderliches Netz. Es kommt immer wieder vor, dass sich allzu mutige Kanuten im Quasi-Dschungel des Spreewalds verirren und bei Einbruch der Nacht gesucht werden müssen!
Und was sagt die Heldin unserer kleinen Spreewald-Erzählung?
Nach der Kahnfahrt am Vortag stand Mirko und mir der Sinn nach neuen Abenteuern. Während Katja und Daniel zu einer sportlichen Radtour in Richtung Cottbus aufbrachen, checkten wir beide zum Paddeln ein. Wir hatten Glück, noch ein freies Paddelboot zu ergattern, noch dazu eines aus eigener Lübbenauer Familienherstellung, wie man uns stolz erklärte. Ich war, muss ich zugeben, etwas angespannt, denn ich hatte voreilig die Verantwortung für die Wasserwanderroute übernommen – was, wenn wir uns verirren würden?
Doch alles ging gut. Wir glitten gemächlich die Fließe entlang. Zu Anfang waren wir noch in den größeren Armen der Fließe unterwegs und teilten uns die Strecke mit den Kahnfähren, dann wurde es allmählich stiller, und schließlich sahen wir nicht einmal mehr vereinzelte Paddelboote. Eben noch wuselte der Spreewald-Tourismus, nun war alles ruhig. Wir waren allein auf der Welt…
Nein – definitiv nicht allein! Je mehr Zeit verstrich, umso stärker drang in unser Bewusstsein, wie belebt die Natur um uns herum war. Da summte, tschirpte, brummte und trillierte es, die Halme am Ufer bewegten sich unvermittelt, hin und wieder ertönte das Platschen eines Frosches oder eines munteren Fischs, große blau und grün schillernde Libellen durchschnitten die Luft mit ihren zackigen Flugbahnen.
In einer betont behutsamen Bewegung hob Mirko die Hand und wies in das Dickicht am Ufer. Dann sah ich ihn auch: einen leuchtend blauen und rostroten Farbtupfer im umgebenden Grün. „Tjiii“, erklang sein scharfer, aufgeregter Ruf, und der Tupfer erhob sich in die Luft und flog davon. Ein Eisvogel! In meinen Augen war er so wunderschön wie ein Kolibri.